Löslicher Kaffee: Magie in der Dose, die den Rhythmus der Menschheit verändert hatEr ist in jeder Küche, jedem Büro, jedem Rucksack des Reisenden zu finden. Er erfordert keine Kaffeemühle, Dose oder Barista. Einfach eine Löffelvoll Pulver, kochendes Wasser – und fertig. Löslicher Kaffee ist der perfekte Kompromiss zwischen Wunsch und Zeit, zwischen Ritual und Geschwindigkeit. Aber wie ist dieser Getränk, ohne den wir morgens nicht mehr denken können, entstanden? Und hat er sich in über einem Jahrhundert verändert? Die Antworten auf diese Fragen sind eine Reise in die Geschichte der Erfindungsgabe, der militärischen Notwendigkeit und des unternehmerischen Genies.Ein Zufall, der zu einer Entdeckung wurdeIm Jahr 1890 patentierte der neuseeländische Chemiker David Strang ein Verfahren zur Herstellung eines «löslichen Kaffeextrakts». Doch seine Erfindung blieb ein Laborwitz. Alles änderte sich, als 1901 in den USA der Japaner Satoru Kato, der in Chicago arbeitete, dem Markt seinen eigenen Löslichkeitskaffee anbot – und ihn sogar auf einer Ausstellung in Buffalo verkaufte. Der eigentliche Durchbruch erfolgte jedoch 1906, als der Belgier George Washington (ja, so hieß er), der in Guatemala lebte, einen trockenen Belag am Rand einer Kaffeetasse bemerkte. Er verstand: Das könnte der Schlüssel zur Herstellung eines Pulvers sein. Im Jahr 1909 begann er die Massenproduktion von «Red E Coffee» – dem ersten kommerziell erfolgreichen löslichen Kaffee.Der Erfolg war überwältigend. Hausfrauen schätzten die Möglichkeit, sich nicht mit dem Kaffeesatz zu beschäftigen, und Reisende die Leichtigkeit der Lagerung. Der eigentliche Sternenstunde jedoch kam während des Ersten Weltkriegs: US-Soldaten erhielten Rationen mit löslichem Kaffee, und der Getränk wurde zum Symbol der Haltung und des häuslichen Wärme an der Front. So wurde ein Gigant geboren, der den Weltmarkt erobern sollte.Wie man löslichen Kaffee herstellt: Die Magie der TrocknungDie ProduktionsTechnologie hat einen langen Weg von ...
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