Feier des Weihnachtsfestes in modernen kommunistischen Ländern: zwischen Ideologie, Tradition und Globalisierung
Einführung: Atheistische Doktrin und religiöses Fest
In modernen Staaten, die offiziell die kommunistische Ideologie verfolgen (Volksrepublik China, Kuba, Laos, Vietnam, Demokratische Volksrepublik Korea), bildet sich das Verhältnis zum Weihnachtsfest im Dreieck «offizieller Atheismus – kulturelle Traditionen – globale Kommerzialisierung». Die Feier nimmt verschiedene Formen an, von einem vollständigen Verbot bis hin zu einer regulierten säkularen Version, zeigt thereby die Anpassung des globalen Phänomens an spezifische politisch-kulturelle Kontexte.
China: Kommerzialisierung ohne religiösen Inhalt
In der VR China, wo die Kommunistische Partei den Atheismus vertritt, ist das Weihnachtsfest kein staatlicher Feiertag und wird offiziell nicht für die chinesischen Bürger gefördert. Allerdings hat es in den großen Städten (Shanghai, Peking, Guangzhou) sich zu einem massiven säkularen kommerziellen Ereignis entwickelt. Kaufhäuser und Straßen werden mit Beleuchtung und Weihnachtssymbole geschmückt, und die Jugend nutzt diesen Anlass für den Austausch von Geschenken und Besuchen in Restaurants. Ein interessantes Phänomen sind die «Weihnachtsäpfel»: Das chinesische Wort «Apfel» (pingguo) klingt ähnlich wie das Wort «Friede» am Heiligen Abend, daher wurden verpackte in bunt bedrucktem Papier verpackte Äpfel zu einem beliebten Geschenk-Souvenir. Für die wenigen, aber wachsenden Zahl chinesischer Christen (sowohl offiziell anerkannte «Patriotische Kirche» als auch nicht offizielle Gemeinschaften) ist Weihnachten ein religiöser Feiertag, der in Kirchen gefeiert wird. Die Behörden dulden dies in der Regel unter der Bedingung, dass die Versammlungen nicht in massive Straßenprozessionen umwandeln. In den letzten Jahren gibt es Versuche, alternative, «patriotische» Feste in den gleichen Zeitraum zu fördern, wie den Geburtstag von Mao Zedong (26. Dezember).
Kuba: Von der ...
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