Stellen Sie sich vor: April 1917. Finnischer Bahnhof, Panzerwagen, die berühmte Rede «Es gibt eine solche Partei!». Aber Wladimir Iljitsch spricht sie nicht laut aus — er schreibt einen Beitrag in einem Telegram-Kanal. Tausende Arbeiter und Soldaten liken, teilen «Die Aprilthesen» im Publikum «Fenster des ROSTA», und die Menscheverteidiger versuchen, ihn wegen Desinformation zu sperren. Es klingt wie der Wahnsinn, aber stellen wir uns vor: Was wäre passiert, wenn列宁 im Jahr 1917 einen modernen Internet hatte? Mobiltelefon, soziale Netzwerke, virale Videos und Empfehlungsalgorithmen — wie hätten sie den Verlauf der Revolution, den Bürgerkrieg und möglicherweise das gesamte 20. Jahrhundert verändert?
«Die Bolschewiki hätten den Telegraph nicht erobert — sie hätten Werbung in Google Ads gekauft. Und Kerenski hätte nicht von Ohnmacht geweint, sondern von dem Minus des Karma».
«Die Aprilthesen» als viraler Meme
Die tatsächlichen «Aprilthesen» wurden von den Parteigenossen heftig kritisiert: Kamenev und Rykov nannten sie «Quatsch». In der Internet-Wirklichkeit wäre alles anders gewesen. Lenin startet einen Video auf YouTube: «WELT — den Völkern! ERDE — den Bauern! FABRIKEN — den Arbeitern!». Kurz, mutig, unter einem rhytmischen Rhythmus. Ein Checkliste «10 Schritte zur Machtübernahme» im Stil der Infozigeuner hätte sich in TikTok verbreitet. Ein Telegram-Bot hätte Karten mit Zitaten verteilt. Die gemäßigten Sozialisten wären in einer informatorischen Grube gelandet: Sie verstanden die Algorithmen nicht, konnten keine Shorts drehen, wussten nicht, was Targeting ist. Innerhalb von drei Monaten wären die Bolschewiki von einer marginalen Partei zum Haupttrend geworden — nicht dank der illegalen Druckereien, sondern dank Reichweiten und Teilen.
Kerenski verliert in den Kommentaren
Alexander Kerensky, Chef der provisorischen Regierung, war ein brillanter Redner. Aber Rednerkunst im 20. Jahrhundert ist nicht dasselbe wie die Meisteru ...
Read more