Schach: Warum der Mensch niemals den KI besiegen kann — Geschichte, Epochen und Sackgasse für den Großmeister
Von Deep Blue bis AlphaZero: Wie neuronale Netze menschliches Überlegenheit zerstört haben und was den Schachspielern bleibt
Die Frage, wer im Schach stärker ist — Mensch oder Computer, hat das Denken seit einem halben Jahrhundert beschäftigt. Heute ist die Antwort eindeutig: Künstliche Intelligenz übertrifft jeden Großmeister so stark, dass ein gleichwertiges Match zwischen Mensch und führender neuronalem Netz bereits in den 2010er Jahren seinen Sinn verloren hat. Der Weg zum vollständigen Dominanz war jedoch lang, dramatisch und voller legendärer Schlachten. Wir analysieren die Geschichte des Zusammenbruchs der Menschheit und überlegen, was den lebenden Schachspielern noch bleibt.
Der Lauf begann lange vor Deep Blue: Programme der 1950–1990er Jahre
Die ersten Schachprogramme tauchten in den 1950er Jahren mit den Computern selbst auf. Wissenschaftler betrachteten Schach als idealen Poligong für die Testung künstlicher Intelligenz — strenge Regeln, endliches Anzahl von Zügen, klare Zielsetzung. 1951 schrieb Alan Turing die erste in der Geschichte der Schachprogramme auf Papier, indem er mit dem Stift berechnete. 1957 schuf Alex Bernstein die erste vollständige Programm für einen Mainframe von IBM, die 3–6 Minuten pro Zug berechnete. Diese Pioniere spielten offenbar schwach — auf dem Niveau eines Anfängers, aber der Fortschritt war beeindruckend.
In den 1980er Jahren tauchten kommerzielle Schachcomputer auf: Chessmaster (1986) und Produkte der Firma Novag. 1988 gewann die Programm Deep Thought (Vorgänger von Deep Blue) erstmals einen Großmeister, Bent Larsen, in einer Turnierpartie. Das Atem des Computers wurde spürbar.
1997: Der Jahrhundertkampf — Kasparov gegen Deep Blue
1996 traf Garri Kasparov, der amtierende Weltmeister und beste Spieler in der Geschichte, auf den Supercomputer IBM Deep Blue. Kasparov gewann den Match mit 4–2, aber verlor die erste P ...
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