Grüne Schwänze flackern zwischen den Eichen. Lauter Schreie am Morgen wecken die Bewohner der Wohngebiete. Papageien in der Stadt? Ja, nicht im Zoogeschäft, nicht in einer Voliere auf dem Balkon, sondern wilde, freie, laute Schwärme. Für Moskau, London, Barcelona oder Tokio ist das keine Exotik mehr, sondern Alltagsrealität. Dutzende Arten von Papageien haben Megastädte auf der ganzen Welt besiedelt. Wie sind sie in unsere Breiten gekommen? Wie überleben sie im Winter? Und vor allem — sollten wir uns über dieses Nachbarschaftsverhältnis freuen? Woher kommen die wilden Papageien in den Städten Die meisten Papageien, die heute in europäischen und asiatischen Städten leben, sind Nachkommen von Flüchtlingen. Manche flogen durch ein offenes Fenster weg, manche wurden von den Besitzern freigelassen, manche hatten Glück und flohen bei der Transport. In den Tropen könnten sie ohne die Schar nicht überleben. Aber in der Stadt, wo es viele Futterstellen, Grünanlagen und Warmwasserrohre gibt, fand sich eine Nische. Der erste dokumentierte Fall — die Papageien von Kramer in London. In den 1970er Jahren paarten sich ein Paar entlaufene Vögel am südwestlichen Stadtrand. Heute leben in London mehr als 30.000 Exemplare dieses Arten. In Moskau sind die ersten Papageien in den 2010er Jahren aufgetaucht, jetzt gibt es mehrere hundert. In Madrid, Barcelona und Lissabon haben Papageien den gleichen Status wie Tauben erreicht. Die wichtigsten städtischen Arten sind die Kramerschen Kordelpapageien (grün, mit rotem Schnabel und schwarzem Halsband bei den Männchen) und die Mönchs-Papageien (grau-grün, mit einer Brustkappe wie ein Kragen). Wie überleben Papageien im gemäßigten Klima Schien ja, dass eine tropische Vögel in Moskau oder London im Winter sterben müsste. Aber Papageien sind klüger, als wir denken. Erstens wählen sie einen Mikroklima. Sie brüten in Parks in der Nähe von Warmwasserrohren, auf Dachböden, unter den Dächern von Einkaufszentren. Draußen minus zehn, aber unter dem Dach ...
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