Die Wirkung von salzigem Wasser auf die Goldschätze versunkener Schiffe ist eine faszinierende Geschichte, in der sowohl Mythen als auch die harte wissenschaftliche Realität ihren Platz haben.
Kurz gesagt: Das Gold selbst leidet praktisch nicht unter salzigem Wasser, aber alles, was es umgibt, wird grundlegend zerstört.
Lassen Sie uns das genauer betrachten.
1. Gold: "Der König" fürchtet sich vor dem Wasser nicht
Gold ist ein Edelmetall. Dies ist ein wissenschaftlicher Fachbegriff, der bedeutet, dass es extrem inert ist und nicht mit den meisten chemischen Elementen reagiert.
Salzbeständigkeit: Natriumchlorid (Salz) und gelöster Sauerstoff im Wasser haben keine korrosive Wirkung auf Gold. Mit ihm passiert nichts, was wir "Rost" oder "Oxidation" nennen.
Außenansicht: Eine Goldmünze oder ein Goldbarren, die 300 Jahre am Meeresboden gelegen haben, werden fast so aussehen wie am Tag der Katastrophe. Es genügt, sie mit klarem Wasser zu waschen, und sie glänzen wieder mit ihrem ursprünglichen Glanz. Genau aus diesem Grund ist Gold und bleibt ein Symbol ewiger Werte.
2. Was passiert mit den "Schätzen"? Hauptgefahren
Das Problem liegt nicht am Gold, sondern an seinen "Nachbarn" und den Lagerbedingungen.
Gefahren #1: Elektrolytische Korrosion (Galvanische Spannung)
Dies ist das größte und interessanteste Problem. Wenn verschiedene Metalle in Kontakt mit einem Elektrolyten (und Meerwasser ist ein ausgezeichneter Elektrolyt) stehen, entsteht zwischen ihnen ein elektrischer Strom.
Wie es funktioniert: Der "aktivere" Metall (Anode) beginnt, sich zu zersetzen, indem er sich selbst opfert, um den "edleren" Metall (Kathode) zu schützen.
Beispiel: Wenn eine Goldmünze in einem eisernen Schatzschatz lag oder neben Silbermünzen und Kupferkanonen lag, entsteht eine galvanische Spannung. Eisen und Kupfer werden aktiv korrodieren, während das Gold unbeschadet bleibt. Aber das Ergebnis ist, dass goldene Gegenstände möglicherweise buchstäblich "vergossen" werden, durch einen schme ...
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