Esports: Neue Formen und Transformation des Spielraums
Einführung: Von einem marginalen Hobby zu einer institutionalisierten Industrie
Esports (Elektronischer Sport, esports) hat sich nicht mehr als ein einheitlicher Phänomen lokaler LAN-Turniere erwiesen. Heute ist es ein komplexes Ökosystem, das neue Wettbewerbsformate, Geschäftsmodelle, das Zuschauererlebnis und sogar anthropologische Praktiken hervorbringt. Der wissenschaftliche Interesse daran liegt auf interdisziplinärer Ebene: Esports wird als soziokultureller Phänomen (Gebildung neuer Gemeinschaften) studiert, als wirtschaftliche Aktivität (Arbeitsmarkt, Investitionen, Werbung) und als Objekt der Sportwissenschaft (kognitive Belastungen, cybernetische Physiologie). Sein Entwicklung wird durch die ständige Generierung neuer Formen gekennzeichnet, die die Grenzen zwischen Sport, Showbusiness, Medien und Technologien verwischen.
Evolution der Wettbewerbsformate: Über das Match hinaus
Das klassische Modell "ein gegen ein" oder "mann gegen mann" innerhalb eines Matches hat sich zu komplexen Turnusarchitekturen und hybriden Formaten entwickelt.
Format "Liga/Franchise" nach Vorbild des traditionellen Sports: Der beste Beispiel ist die Overwatch League (OWL), die Blizzard Entertainment 2018 gegründet hat. Sie kopiert die Modell der nordamerikanischen Sportligen vollständig: geografische Zuweisung der Mannschaften zu Städten (Seoul, London, New York), regulärer Saison, Playoff, Draft-System und stabiles Fernsehprogramm. Dieser Format zielt darauf ab, traditionelle Sponsoren anzulocken und eine lokale Identität der Fans zu schaffen, despite der Virtualität des Spiels selbst. League of Legends Championship Series (LCS) und andere regionale Ligen von LoL arbeiten nach ähnlichem Prinzip.
Öffentliche Massenturniere und Qualifikationssysteme: Im Gegensatz zu geschlossenen Franchises setzen Spiele im Genre Battle Royale (PUBG, Fortnite) und einige MOBA (Dota 2) auf globale öffentliche Turniere mit astronomischen Preisgelder ...
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